18. Januar 2018
Vertriebsregulierung

Vertriebsregulierung

Damit in Zukunft der Anlegerschutz einheitlich und sachkundig geregelt ist, verlangt der Gesetzgeber von Vermittlern mit einer bisherigen Erlaubnis nach § 34 c GewO im neuen § 34 f GewO, beginnend ab dem 1. Januar 2013 einen Sachkundenachweis. Der Nachweis der Erbringung dieser Sachkunde gilt als Erlaubnisvoraussetzung für unabhängige Vermittler. Er kann durch Ablegen einer sogenannten Sachkundeprüfung bei der zuständigen IHK erbracht werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Sachkunde durch Nachweis eines der Qualifikation gleichgestellten Berufsabschlusses nachzuweisen.  

Der Sachkundezwang gilt auch für unmittelbar bei der Vermittlung mitwirkende Angestellte eines Vermittlungsunternehmens. Des Weiteren ist ein Nachweis über eine entsprechende Haftpflichtversicherung (Vermögensschadenhaftpflicht) nachzuweisen.

Auch die anlegerschützenden Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG)  übernimmt zukünftig der § 34 f GewO. In weiten Teilen gilt dieselbe Informations-, Dokumentations- und Beratungspflicht wie bei Banken und Wertpapierunternehmen mit der entsprechenden Lizenz bzw. Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz ( KWG). Grundlage für eine Tätigkeit nach § 34 f GewO ist die Erstellung von Beratungsprotokollen, das Aushändigen von Informationsblättern zu Produkten wie Investmentfonds oder anderen Finanzinstrumenten sowie die Offenlegung von Provisionen.

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